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<title>Atom-Moratorium</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Atom-Moratorium</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Atom-Moratorium</b> bezeichnet man die politische Entscheidung der <a href="Kabinett_Merkel_II" title="Kabinett Merkel II">schwarz-gelben Regierung Merkel</a> vom 14. März 2011, drei Tage nachdem <a href="T%C5%8Dhoku-Erdbeben_2011" title="Tōhoku-Erdbeben 2011">in Japan Tausende durch Tsunami nach Seebeben starben</a> und zudem das <a href="Nuklearkatastrophe_von_Fukushima" title="Nuklearkatastrophe von Fukushima">Kernkraftwerk Fukushima zerstört</a> wurde, alle <a href="Liste_der_Kernreaktoren_in_Deutschland#Kernkraftwerke" title="Liste der Kernreaktoren in Deutschland">17 deutschen Kernkraftwerke</a> einer Sicherheitsprüfung zu unterziehen und dazu die sieben ältesten Kraftwerke und den <a href="Kernkraftwerk_Kr%C3%BCmmel" title="Kernkraftwerk Krümmel">Problemreaktor Krümmel</a> drei Monate lang stillzulegen bzw. abgeschaltet zu lassen, wenn sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht in Betrieb befanden.
</p><p>Erst im Oktober 2010 hatte der Bundestag mit derselben Koalitionsmehrheit eine <a href="Laufzeitverl%C3%A4ngerung_deutscher_Kernkraftwerke" title="Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke">Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke</a> um bis zu 14 Jahre (2036 anstatt 2022) formell beschlossen. Das ohne Parlamentsbeteligung von der Regierung verkündete <i>Atom-Moratorium</i>, eine teilweise als überhastet kritisierte Maßnahme, leitete die Rückkehr zum 2002 erstmals beschlossenen <a href="Atomausstieg" title="Atomausstieg">Atomausstieg</a> ein, der am 30. Juni 2011 vom <a href="Deutscher_Bundestag" title="Deutscher Bundestag">Bundestag</a> angenommen wurde.
</p><p>Das Moratorium war kein Gesetz, sondern wurde mit dem seit Herbst 2010 gültigen <a href="Atomgesetz_(Deutschland)" title="Atomgesetz (Deutschland)">Atomgesetz</a> als „vorsorgliche Gefahrenabwehr“ begründet. Auf Bitte der Bundesregierung ordneten die Atomaufsichtsbehörden der <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Länder</a>, in denen diese Kraftwerke stehen, ihre befristete Stilllegung (Abschaltung) an. Einige Bundesländer fürchteten erhebliche <a href="Schadensersatz" title="Schadensersatz">Schadensersatzforderungen</a>, falls Gerichte das Moratorium als rechtlich unzulässigen Eingriff beurteilen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In einigen Fällen wurde verwaltungsgerichtlich festgestellt, dass die Anordnung zur vorübergehenden Abschaltung rechtswidrig war. Einige Betreiber kündigten an, freiwillig auf ein Wiederanfahren abgeschalteter Reaktoren zu verzichten. Gegen sie erging deshalb keine behördliche Anordnung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorgeschichte">Vorgeschichte</h2></div>
<p>Die Bundesregierung hatte am 5. September 2010 eine gesetzliche <a href="Laufzeitverl%C3%A4ngerung" class="mw-redirect" title="Laufzeitverlängerung">Laufzeitverlängerung</a> um acht Jahre für ältere bzw. 14 Jahre für jüngere der 17 deutschen Kernreaktoren sowie die Übertragbarkeit von Reststrommengen beschlossen und damit den im Jahr 2000 vereinbarten sogenannten <a href="Atomkonsens" title="Atomkonsens">Atomkonsens</a> ersetzt. Die Gesetzesänderung wurde als Vertrag mit den vier großen deutschen Betreibergesellschaften umgesetzt. Darin wurden die nach dem 2002 zuletzt geänderten Atomgesetz im Jahr 2011 und 2012 anstehenden Abschaltungen einiger älterer Kraftwerke ohne neue Sicherheitsprüfungen aufgeschoben. Eine Zustimmung des Bundesrats war nicht vorgesehen. Neun von 16 Bundesländern reichten dagegen eine <a href="Verfassungsklage" title="Verfassungsklage">Verfassungsklage</a> ein. In Umfragen lehnten Mehrheiten von bis zu 77 % die beschlossene, 48 % jede Laufzeitverlängerung ab, ebenso viele <a href="Politische_Ebene" title="Politische Ebene">kommunale</a> Energieversorger. Die <a href="Anti-Atomkraft-Bewegung" title="Anti-Atomkraft-Bewegung">Anti-Atomkraft-Bewegung</a> nahm einen neuen Aufschwung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anlass_und_Bekanntgabe">Anlass und Bekanntgabe</h2></div>
<p>Mit dem Atom-Moratorium reagierte die Bundesregierung auf die <a href="Nuklearkatastrophe_von_Fukushima" title="Nuklearkatastrophe von Fukushima">Katastrophe in vier Kernreaktoren des japanischen Kernkraftwerks Fukushima I</a>, die am 11. März 2011 durch ein starkes Erdbeben und/oder einen nachfolgenden <a href="Tsunami" title="Tsunami">Tsunami</a> ausgelöst wurde.
</p><p>Nach Telefonaten mit einigen <a href="Ministerpr%C3%A4sident" title="Ministerpräsident">Ministerpräsidenten</a> verkündete <a href="Bundeskanzler_(Deutschland)" title="Bundeskanzler (Deutschland)">Bundeskanzlerin</a> <a href="Angela_Merkel" title="Angela Merkel">Angela Merkel</a> am Abend des 14. März 2011 das Atom-Moratorium mit den Kernaussagen „Wir haben eine neue Lage“ und „Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 15. März 2011 trafen die Bundeskanzlerin, <a href="Wirtschaftsministerium" title="Wirtschaftsministerium">Wirtschaftsminister</a> <a href="Rainer_Br%C3%BCderle" title="Rainer Brüderle">Rainer Brüderle</a> und <a href="Umweltministerium" title="Umweltministerium">Umweltminister</a> <a href="Norbert_R%C3%B6ttgen" title="Norbert Röttgen">Norbert Röttgen</a> sich mit den Ministerpräsidenten der Länder, in denen Atomkraftwerke in Betrieb waren: <a href="Horst_Seehofer" title="Horst Seehofer">Horst Seehofer</a> (CSU, Bayern), <a href="Stefan_Mappus" title="Stefan Mappus">Stefan Mappus</a> (CDU, Baden-Württemberg), <a href="Volker_Bouffier" title="Volker Bouffier">Volker Bouffier</a> (CDU, Hessen), <a href="David_McAllister" title="David McAllister">David McAllister</a> (CDU, Niedersachsen) und <a href="Peter_Harry_Carstensen" title="Peter Harry Carstensen">Peter Harry Carstensen</a> (CDU, Schleswig-Holstein). In der abschließenden Pressekonferenz erläuterte Merkel den Moratoriumsbeschluss:<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Katastrophe in Japan stelle Deutschland wie die Welt vor eine völlig neue Situation, weil erstmals nicht menschliches oder <a href="Technisches_Versagen" title="Technisches Versagen">technisches Versagen</a>, sondern so nie erwartete <a href="Naturgewalt" class="mw-redirect" title="Naturgewalt">Naturgewalten</a> zu massiven Problemen beim Betrieb eines Kernkraftwerkes geführt hätten. Dies sei ein Anlass, die Dinge unvoreingenommen zu überprüfen. Das Gebot äußerster Vorsorge zwinge erst einmal zur Abschaltung der älteren Kraftwerke, ergänzte Röttgen. Als rechtliche Grundlage dafür nannte er <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/atg/__19.html">§ 19</a></span> Absatz 3 des <a href="Atomgesetz_(Deutschland)" title="Atomgesetz (Deutschland)">Atomgesetzes</a>.
</p><p>Merkel kündigte zudem an, sie wolle sich in der <a href="Europ%C3%A4ische_Union" title="Europäische Union">EU</a> und den <a href="Gruppe_der_zwanzig_wichtigsten_Industrie-_und_Schwellenl%C3%A4nder" class="mw-redirect" title="Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer">G 20</a>-Staaten für einheitliche und hohe Sicherheitsstandards einsetzen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Medien und Öffentlichkeit waren sehr überrascht von dem Moratorium: die CDU hatte
</p>
<ul><li>den „<a href="Atomkonsens" title="Atomkonsens">Atomkonsens</a>“ von 2000 immer wieder kritisiert;</li>
<li>angekündigt, ihn im Falle eines Wahlsiegs bei der <a href="Bundestagswahl_2009" title="Bundestagswahl 2009">Bundestagswahl im September 2009</a> zu revidieren</li>
<li>und etwa ein Jahr nach dem Beginn der schwarz-gelben Koalition (<a href="Kabinett_Merkel_II" title="Kabinett Merkel II">Kabinett Merkel II</a>) eine <a href="Laufzeitverl%C3%A4ngerung_deutscher_Kernkraftwerke" title="Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke">Laufzeitverlängerung deutscher Kernkraftwerke</a> beschlossen.</li></ul>
<p>Zahlreiche Medien zitierten Merkel (In der Zeit des Moratoriums solle die Sicherheit aller Reaktoren „ohne Tabus“ überprüft werden) und/oder Röttgen wörtlich (er kündigte eine „unvoreingenommene Diskussion“ an, „als wäre nicht über längere Laufzeiten entschieden“).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Behauptete_Rechtsgrundlage">Behauptete Rechtsgrundlage</h2></div>
<p>Die Berufung Merkels und Röttgens auf <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gesetze-im-internet.de/atg/__19.html">§ 19</a></span> Absatz 3 des <a href="Atomgesetz_(Deutschland)" title="Atomgesetz (Deutschland)">Atomgesetzes</a> hielten viele Verfassungsrechtler für rechtlich nicht stichhaltig. Er erlaubt der Atomaufsicht einstweilige oder endgültige Abschaltung von Atomkraftwerken zur Gefahrenabwehr. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts a. D. <a href="Hans-J%C3%BCrgen_Papier" title="Hans-Jürgen Papier">Hans-Jürgen Papier</a> nannte die Stilllegung der älteren Meiler „illegale Maßnahmen“, gegen die die Betreiber mit guten Erfolgsaussichten klagen könnten. Denn die Bundesregierung habe selbst weder einen rechtswidrigen Zustand noch eine akute Gefährdung angegeben, die nach dem gültigen Atomgesetz für eine Stilllegung vorliegen müssten. Für den von Norbert Röttgen (CDU) behaupteten „Gefahrenverdacht“ sehe er keine Anhaltspunkte. Er wundere sich, dass die Regierung den „rechtsstaatlich gebotenen Weg“ einer Gesetzesänderung nicht beschreite und damit milliardenschwere Schadensersatzforderungen ermögliche.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 15. März 2011 hatten <a href="Siegfried_Kauder" title="Siegfried Kauder">Siegfried Kauder</a> (CDU) und <a href="Bundestagspr%C3%A4sident" class="mw-redirect" title="Bundestagspräsident">Bundestagspräsident</a> <a href="Norbert_Lammert" title="Norbert Lammert">Norbert Lammert</a> (CDU) bezweifelt, dass Bund und Länder die Abschaltung von Atomkraftwerken ohne Bundestagsbeschluss veranlassen dürften; Lammert ließ dies prüfen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Ulrich_Schellenberg" title="Ulrich Schellenberg">Ulrich Schellenberg</a>, Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins, nannte Lammerts Bedenken am 18. März „absolut berechtigt“: Merkel übergehe das Parlament als Gesetzgeber mit einem „konstruierten“ Hinweis auf das Atomgesetz.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Vorsitzende der <a href="Bundesrechtsanwaltskammer" title="Bundesrechtsanwaltskammer">Bundesrechtsanwaltskammer</a> <a href="Christian_Kirchberg" title="Christian Kirchberg">Christian Kirchberg</a> plädierte – wie auch die Oppositionsparteien – für ein spezielles Stilllegungs- und Ausstiegsgesetz oder für eine Änderung des geltenden Atomgesetzes.<sup id="cite_ref-taz_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-taz-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Durchführung"><span id="Durchf.C3.BChrung"></span>Durchführung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Sicherheitsprüfung"><span id="Sicherheitspr.C3.BCfung"></span>Sicherheitsprüfung</h3></div>
<p>Die seit langem bestehende <a href="Reaktor-Sicherheitskommission" title="Reaktor-Sicherheitskommission">Reaktor-Sicherheitskommission</a> (RSK) sollte die Sicherheitsstandards der deutschen Kernkraftwerke nach der Katastrophe in Japan neu prüfen. Da das Bundesumweltministerium die Sicherheitskriterien des alten Atomgesetzes nicht umgesetzt hatte, wurde befürchtet, die Prüfung werde nach Standards der 1970er und 1980er Jahre durchgeführt. Dies wurde als unglaubwürdig kritisiert.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Röttgen erklärte am 31. März 2011, es werde geprüft, ob diese Standards aufgrund neuer Annahmen neu definiert werden müssten. Die RSK solle das bisher nicht abgedeckte Risiko von Atomkraftwerken ermitteln. Die Kommission sei im Rahmen einer „Selbstbeauftragung“ auch gebeten, aus eigenem Antrieb darüber zu diskutieren, was die aus der Katastrophe resultierenden zu klärenden Fragen sind.<sup id="cite_ref-zeit_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-zeit-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die RSK gab einen Anforderungskatalog für deutsche Atomkraftwerke bekannt: Im Rahmen des „Stresstests“ sollen sieben Teams der <a href="Gesellschaft_f%C3%BCr_Reaktorsicherheit" class="mw-redirect" title="Gesellschaft für Reaktorsicherheit">Gesellschaft für Reaktorsicherheit</a> etwa die Vorkehrungen gegen Terroranschläge, Flugzeugabstürze, Staudammbruch, Erdbeben, extreme Hitze und Kälte sowie längere Stromausfälle prüfen.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die RSK veröffentlichte am 16. Mai 2011 eine Stellungnahme, in der sie feststellte, dass deutsche Kernkraftwerke im Vergleich zum Fukushima-Kernkraftwerk besser auf Ereignisse wie Stromausfall und Hochwasser vorbereitet waren.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus der Untersuchung ergaben sich keine Hinweise auf die Notwendigkeit einer unverzüglichen Abschaltung deutscher Kernkraftwerke.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch auf Ebene der Europäischen Union wurde 2011 eine Sicherheitsüberprüfung für alle 143 Kernkraftwerke in Europa angeordnet (siehe Abschnitt <a href="Reaktorsicherheit#Stresstest_für_Kernkraftwerke" title="Reaktorsicherheit"><i>Stresstest für Kernkraftwerke</i></a> im Artikel „Reaktorsicherheit“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ethikkommission">Ethikkommission</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Ethikkommission_f%C3%BCr_eine_sichere_Energieversorgung" title="Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung">Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung</a></i></div>
<p>Die Bundeskanzlerin setzte am 22. März 2011 eine <a href="Ethik" title="Ethik">Ethik</a>-Kommission ein, die über die Zukunft der Kernenergie beraten, einen gesellschaftlichen Konsens zum Atomausstieg vorbereiten, die damit verbundenen Risiken bewerten und praktikable Vorschläge für den Übergang zu erneuerbaren Energien erarbeiten soll. „Die Arbeit der Kommission richtet sich auf den schnellen Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien“, war also bereits mit einer Zielvorgabe ausgestattet.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Atomgesetz">Atomgesetz</h3></div>
<p>Am 17. März beantragten die Bundestagsfraktionen von SPD und Grünen eine Änderung des geltenden Atomgesetzes, die einen schnelleren Ausstieg ermöglichen sollte. Die Mehrheit der Abgeordneten lehnte diesen Antrag ab.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 31. März erklärte Umweltminister Röttgen, angestrebt werde ein neuer Atomkonsens, auf dessen Basis bis Mitte Juni das geltende Atomgesetz möglichst einvernehmlich geändert werden solle.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 1. April kündigte die rotgrüne Landesregierung <a href="Nordrhein-Westfalen" title="Nordrhein-Westfalen">Nordrhein-Westfalens</a> eine Initiative im <a href="Bundesrat_(Deutschland)" title="Bundesrat (Deutschland)">Bundesrat</a> für ein neues Ausstiegsgesetz an.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außerbetriebnahme"><span id="Au.C3.9Ferbetriebnahme"></span>Außerbetriebnahme</h3></div>
<table class="wikitable sortable" style="text-align:right; width:100%;">
<tbody><tr>
<th>Bezeichnung
</th>
<th>Bundes-<br> land
</th>
<th>Betrei-<br> ber
</th>
<th>Typ (<a href="Kraftwerk_Union" title="Kraftwerk Union">KWU</a>)
</th>
<th>Brutto-<br> Leistung<br> in MW
</th>
<th>Netto-<br> Leistung<br> in MW
</th>
<th>Energie-<br> erzeugung bis 2010<br> in <a href="Wattstunde" title="Wattstunde">TWh</a><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Reststrom-<br> menge ab<br> Februar 2011 in<br> <a href="Wattstunde" title="Wattstunde">TWh</a><sup id="cite_ref-Reststrommenge_20-0" class="reference"><a href="#cite_note-Reststrommenge-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Reststrom-<br> menge ab<br> Februar 2011<br> in <a href="Wattstunde" title="Wattstunde">TWh</a><br> mit Laufzeit-<br> Verlängerung<sup id="cite_ref-Reststrommenge_20-1" class="reference"><a href="#cite_note-Reststrommenge-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Bau-<br> beginn
</th>
<th>Kommer-<br> zieller<br> Betrieb
</th>
<th>Außer<br> Betrieb<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br> (Atomgesetz 2002)
</th>
<th>Außer<br> Betrieb<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br> (Laufzeit-<br> Verlängerung<br> 2010)
</th>
<th>Außer<br> Betrieb<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><br> (durch<br> Moratorium endgültig stillgelegt)
</th>
<th>Mittlere Kraft-<br> werksver-<br> fügbarkeit<br> über Betriebs-<br> zeitraum<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Unterweser" title="Kernkraftwerk Unterweser">Unterweser</a>
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Niedersachsen" title="Niedersachsen">NI</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="E.ON" title="E.ON">E.ON</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Druckwasserreaktor" title="Druckwasserreaktor">DWR</a> (<a href="Vor-Konvoi" title="Vor-Konvoi">Vor-Konvoi</a>)
</td>
<td>1.410
</td>
<td>1.345
</td>
<td>287,4
</td>
<td>12,607
</td>
<td>91,711
</td>
<td data-sort-value="1.7.1972">1. Juli 1972
</td>
<td data-sort-value="6.9.1979">6. Sep. 1979
</td>
<td data-sort-value="9.3.2013">2013
</td>
<td>2020
</td>
<td>2011
</td>
<td>82,1 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Brunsb%C3%BCttel" title="Kernkraftwerk Brunsbüttel">Brunsbüttel</a>
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">SH</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Vattenfall" title="Vattenfall">Vattenfall</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Siedewasserreaktor" title="Siedewasserreaktor">SWR</a>-69
</td>
<td>806
</td>
<td>771
</td>
<td>120,4
</td>
<td>11,000
</td>
<td>52,038
</td>
<td data-sort-value="15.4.1970">15. Apr. 1970
</td>
<td data-sort-value="9.2.1977">9. Feb. 1977
</td>
<td data-sort-value="30.6.2013">2013
</td>
<td>2020
</td>
<td>2011
</td>
<td>59,7 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Kr%C3%BCmmel" title="Kernkraftwerk Krümmel">Krümmel</a>
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">SH</a>
</td>
<td style="text-align:left">Vattenfall
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Siedewasserreaktor" title="Siedewasserreaktor">SWR</a>-69
</td>
<td>1.401
</td>
<td>1.345
</td>
<td>201,7
</td>
<td>88,245
</td>
<td>212,406
</td>
<td data-sort-value="5.4.1974">5. Apr. 1974
</td>
<td data-sort-value="28.3.1984">28. März 1984
</td>
<td data-sort-value="2.6.2021">2021
</td>
<td>2033
</td>
<td>2011
</td>
<td>71,7 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Biblis" title="Kernkraftwerk Biblis">Biblis</a> A
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Hessen" title="Hessen">HE</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="RWE" title="RWE">RWE</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Druckwasserreaktor" title="Druckwasserreaktor">DWR</a> (<a href="Vor-Konvoi" title="Vor-Konvoi">Vor-Konvoi</a>)
</td>
<td>1.225
</td>
<td>1.167
</td>
<td>230,7
</td>
<td>3,468
</td>
<td>72,085
</td>
<td data-sort-value="1.1.1970">1. Jan. 1970
</td>
<td data-sort-value="26.2.1975">26. Feb. 1975
</td>
<td data-sort-value="14.1.2011">2011
</td>
<td>2020
</td>
<td>2011
</td>
<td>68,0 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Biblis" title="Kernkraftwerk Biblis">Biblis</a> B
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Hessen" title="Hessen">HE</a>
</td>
<td style="text-align:left">RWE
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Druckwasserreaktor" title="Druckwasserreaktor">DWR</a> (<a href="Vor-Konvoi" title="Vor-Konvoi">Vor-Konvoi</a>)
</td>
<td>1.300
</td>
<td>1.240
</td>
<td>245,7
</td>
<td>8,551
</td>
<td>79,214
</td>
<td data-sort-value="1.2.1972">1. Feb. 1972
</td>
<td data-sort-value="31.1.1977">31. Jan. 1977
</td>
<td data-sort-value="24.11.2011">2011
</td>
<td>2019
</td>
<td>2011
</td>
<td>73,0 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Philippsburg" title="Kernkraftwerk Philippsburg">Philippsburg</a> 1
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Baden-W%C3%BCrttemberg" title="Baden-Württemberg">BW</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="EnBW" class="mw-redirect" title="EnBW">EnBW</a>
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Siedewasserreaktor" title="Siedewasserreaktor">SWR</a>-69
</td>
<td>926
</td>
<td>890
</td>
<td>186,1
</td>
<td>9,227
</td>
<td>65,053
</td>
<td data-sort-value="1.10.1970">1. Okt. 1970
</td>
<td data-sort-value="26.3.1980">26. März 1980
</td>
<td data-sort-value="4.4.2013">2013
</td>
<td>2020
</td>
<td>2011
</td>
<td>79,4 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Isar" title="Kernkraftwerk Isar">Isar/Ohu</a> 1
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Bayern" title="Bayern">BY</a>
</td>
<td style="text-align:left">E.ON
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Siedewasserreaktor" title="Siedewasserreaktor">SWR</a>-69
</td>
<td>912
</td>
<td>878
</td>
<td>196,7
</td>
<td>2,932
</td>
<td>57,916
</td>
<td data-sort-value="1.5.1972">1. Mai 1972
</td>
<td data-sort-value="21.3.1979">21. März 1979
</td>
<td data-sort-value="22.2.2012">2012
</td>
<td>2019
</td>
<td>2011
</td>
<td>83,1 %
</td></tr>
<tr>
<td style="text-align:left"><a href="Kernkraftwerk_Neckarwestheim" title="Kernkraftwerk Neckarwestheim">Neckarwestheim</a> 1
</td>
<td style="text-align:left"><span class="mw-image-border" typeof="mw:File"></span> <a href="Baden-W%C3%BCrttemberg" title="Baden-Württemberg">BW</a>
</td>
<td style="text-align:left">EnBW
</td>
<td style="text-align:left"><a href="Druckwasserreaktor" title="Druckwasserreaktor">DWR</a> (<a href="Vor-Konvoi" title="Vor-Konvoi">Vor-Konvoi</a>)
</td>
<td>840
</td>
<td>785
</td>
<td>185,4
</td>
<td>0,000
</td>
<td>50,613
</td>
<td data-sort-value="1.2.1972">1. Feb. 1972
</td>
<td data-sort-value="1.12.1976">1. Dez. 1976
</td>
<td data-sort-value="10.1.2011">2011
</td>
<td>2019
</td>
<td>2011
</td>
<td>84,7 %
</td></tr></tbody></table>
<p>Sechs dieser acht Kernkraftwerke mit einer Nettoleistung von 6.305 MW wurden beim Moratorium abgeschaltet. Das KKW Brunsbüttel wurde bereits im Juli 2007 abgeschaltet, das KKW Krümmel<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hatte aufgrund technischer Probleme seit Mitte 2007 fast durchgängig keinen Strom erzeugt. Besonders betroffen beim Moratorium war und ist Süddeutschland: Südlich des Mains wurden fünf Kernreaktoren mit einer Nettoleistung von zusammen 4.960 MW abgeschaltet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Folgen">Folgen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wahlen">Wahlen</h3></div>
<p>Angela Merkels Entscheidung überraschte viele Beobachter und auch die Basis der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP. Da sie sechs bzw. 13 Tage vor einigen <a href="Landtagswahlen_2011" class="mw-redirect" title="Landtagswahlen 2011">Landtagswahlen 2011</a> bekannt gegeben wurde, vermuteten viele zunächst eher Wahlkampfgründe als eine tatsächliche und dauerhafte Abkehr von ihrer bisherigen <a href="Atompolitik" title="Atompolitik">Atompolitik</a>. Interne Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister <a href="Rainer_Br%C3%BCderle" title="Rainer Brüderle">Rainer Brüderle</a>, der bis dahin als starker Kernkraftbefürworter hervorgetreten war, bei einem Treffen mit dem <a href="Bundesverband_der_Deutschen_Industrie" title="Bundesverband der Deutschen Industrie">Bundesverband der Deutschen Industrie</a> bestätigten für viele diese Vermutung.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Wahlerfolge von <a href="B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen" title="Bündnis 90/Die Grünen">Bündnis 90/Die Grünen</a> bei drei Landtagswahlen im März 2011, besonders die Ablösung der 58 Jahre regierenden CDU in <a href="Baden-W%C3%BCrttemberg" title="Baden-Württemberg">Baden-Württemberg</a>, gelten auch als Folge dieses „Glaubwürdigkeitsproblems“.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stromversorgung">Stromversorgung</h3></div>
<p>Der damalige Bundeswirtschaftsminister <a href="Rainer_Br%C3%BCderle" title="Rainer Brüderle">Rainer Brüderle</a> schloss bei der Bekanntgabe am 15. März aus, dass das Moratorium die Stromversorgung gefährde. Es gebe auch ohne die sieben abzuschaltenden Anlagen eine hinreichende <a href="Energiesicherheit" title="Energiesicherheit">Versorgungssicherheit</a> in Deutschland. Strompreiserhöhungen schloss er nicht aus.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch <a href="Matthias_Kurth" title="Matthias Kurth">Matthias Kurth</a>, Chef der <a href="Bundesnetzagentur" title="Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a>, wies in einem <i><a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Spiegel</a></i>-Interview die von Teilen der Energiewirtschaft sowie dem <a href="BDEW" class="mw-redirect" title="BDEW">BDEW</a> geäußerten Befürchtungen eines Zusammenbruches des Stromnetzes zurück.<sup id="cite_ref-SPON-758403_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-SPON-758403-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwar habe die Debatte einen „berechtigten Hintergrund“, jedoch sei sie „oft oberflächlich und interessengeleitet“. Es sei nun „verantwortungsvolles und umsichtiges Handeln“ erforderlich, ergänzt durch weitere Maßnahmen zur Netzstabilisierung, ein Blackout drohe aber nicht. Die „Effekte des Moratoriums auf die Netze“ seien „beherrschbar“. Auch seien die verbliebenen deutschen Kraftwerke immer noch in der Lage, mehr Strom zu erzeugen, als Deutschland insgesamt verbrauche.
</p><p>Im Mai 2011 waren zeitweise nur noch vier der 17 Atomkraftwerke in Deutschland am Netz: Nur noch <a href="Isar_2" class="mw-redirect" title="Isar 2">Isar 2</a> und <a href="Kernkraftwerk_Gundremmingen" title="Kernkraftwerk Gundremmingen">Gundremmingen C</a> (Bayern), Brokdorf (Schleswig-Holstein) und <a href="GKN_2" class="mw-redirect" title="GKN 2">Neckarwestheim 2</a> (Baden-Württemberg) produzierten Strom, vier weitere waren wegen Wartungsarbeiten vom Netz.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der <a href="K%C3%A4ltewelle_in_Europa_2012" title="Kältewelle in Europa 2012">Kältewelle in Europa 2012</a> im Januar und Februar 2012 zeigte sich die Stabilität der deutschen Stromversorgung, Deutschland exportierte in dieser Zeit sogar Strom.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wirtschaftliche_Folgen">Wirtschaftliche Folgen</h3></div>
<p>Der durch das Moratorium den Betreibern der sieben abgeschalteten Reaktoren entgangene Gewinn wurde bis Mitte Juni 2011 auf 500 Millionen Euro geschätzt.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 1. April 2011 reichte <a href="RWE" title="RWE">RWE</a> beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel Klage gegen die Anweisung ein, das von ihr betriebene <a href="Kernkraftwerk_Biblis" title="Kernkraftwerk Biblis">Kernkraftwerk Biblis</a> abzuschalten.<sup id="cite_ref-taz_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-taz-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der VGH Kassel erklärte das Moratorium 2013 auf die Klage von RWE hin für rechtswidrig. Die Beschwerde des Landes Hessen gegen die Nichtzulassung der Revision wurde im Januar 2014 vom <a href="Bundesverwaltungsgericht_(Deutschland)" title="Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)">Bundesverwaltungsgericht</a> zurückgewiesen.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Urteil öffnet RWE den Weg für zivilrechtliche Schadenersatzansprüche.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Unternehmen klagt wegen der Stilllegung von Biblis auf 235 Millionen Euro Schadensersatz.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die beiden anderen vom Moratorium betroffenen Kernkraftwerk-Betreiber in Deutschland, E.ON und EnBW, hatten aus Imagegründen von einer Klage abgesehen.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 1. Oktober 2014 teilte E.ON mit, man habe beim <a href="Landgericht_Hannover" title="Landgericht Hannover">Landgericht Hannover</a> Klage eingereicht, weil man durch die dreimonatige Abschaltung der Kernkraftwerke Unterweser und Isar 1 circa 380 Millionen Euro Schaden erlitten habe.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Landgericht Hannover hat die Klage am 4. Juli 2016 abgewiesen.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im April 2016 hat das Landgericht Bonn eine Klage von EnBW gegen das Land Baden-Württemberg und die Bundesrepublik Deutschland auf 261 Millionen Euro Schadenersatz für die vorübergehende Stilllegung der Kernkraftwerke Neckarwestheim I und Philippsburg I im Zuge des AKW-Moratoriums abgewiesen. Das Gericht begründete die Abweisung damit, dass EnBW gegen die Einstellungsanordnungen <a href="Anfechtungsklage" title="Anfechtungsklage">Anfechtungsklage</a> hätte erheben müssen. Dann hätte die Klage Aussicht auf Erfolg gehabt: Ohne konkrete Anhaltspunkte für etwaige Gefahren sei die Anordnung der Abschaltung nach dem Gesetz nicht gerechtfertigt. Die Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland wurde wegen fehlender Passivlegitimation abgewiesen.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Strompreise_und_Stromimporte">Strompreise und Stromimporte</h3></div>
<p><a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Ern%C3%A4hrung%2C_Landwirtschaft_und_Verbraucherschutz" class="mw-redirect" title="Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz">Verbraucherschutzministerin</a> <a href="Ilse_Aigner" title="Ilse Aigner">Ilse Aigner</a> warnte die vier deutschen Stromkonzerne am 23. März, das Moratorium zum „Vorwand“ für erneute Erhöhungen der <a href="Strompreis" title="Strompreis">Strompreise</a> zu nehmen. Diese seien wegen vorheriger Erhöhungen durch die entstehenden Kosten nicht zu rechtfertigen. Die Anbieter seien zu mehr Preistransparenz verpflichtet. Verbraucher sollten bei ungerechtfertigten Preiserhöhungen den Anbieter wechseln.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 2. April erklärte ein RWE-Sprecher, das Moratorium könne um bis zu fünf Prozent höhere Preise für Privatkunden nach sich ziehen, da sich die Versorgungsunternehmen „jetzt zu hohen Börsenpreisen eindecken müssen“. Die Abschaltung von Biblis bewirke für RWE „einen substanziellen Schaden“. Sie belaste das <a href="Stromnetz" title="Stromnetz">Stromnetz</a> bis an seine Grenzen und könne noch 2011 Engpässe in der Stromversorgung verursachen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Am 4. April behauptete <a href="Hildegard_M%C3%BCller" title="Hildegard Müller">Hildegard Müller</a>, Hauptgeschäftsführerin beim <a href="Bundesverband_der_Energie-_und_Wasserwirtschaft" title="Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft">Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft</a> (BDEW), das Moratorium habe bereits um 12 Prozent gestiegene Preise im Terminmarkt des Stromgroßhandels für die <a href="Grundlast" title="Grundlast">Grundlast</a> von 2011 und 2012 bewirkt, ähnlich auch für die <a href="Spitzenlast" title="Spitzenlast">Spitzenlast</a>-Produkte. Seit dem 17. März habe der Stromimport den Export übertroffen, dabei hätten sich Stromflüsse aus Frankreich und Tschechien verdoppelt, Stromflüsse in die Niederlande und die Schweiz dagegen halbiert.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="RWE_Innogy" class="mw-redirect" title="RWE Innogy">RWE-Innogy</a>-Chef <a href="Fritz_Vahrenholt" title="Fritz Vahrenholt">Fritz Vahrenholt</a> (SPD) meinte am selben Tag, nur erhebliche Stromimporte aus Frankreich und Tschechien verhinderten zur Zeit einen möglichen <a href="Stromausfall" title="Stromausfall">Stromausfall</a> in Süddeutschland, lasteten aber die Leitungen voll aus. Es fehlten 3400 Kilometer Leitungen von der Nordseeküste nach Süddeutschland, die wegen durchschnittlicher 12 Jahre Planungs- und Bauzeit kaum vor 2020 fertiggestellt würden. Auch <a href="Pumpspeicherwerk" class="mw-redirect" title="Pumpspeicherwerk">Pumpspeicherwerke</a> bräuchten mindestens zehn Jahre bis zum Bau. Ohne ihren schnelleren Ausbau drohe regional eine „extreme Unterversorgung“, so dass eventuell der Strom für Industriebetriebe und ganze Städte abgeschaltet werden müsse. Dies könne ein enormes Preisgefälle verursachen. Wie derzeit in Hessen müssten bei Stilllegung aller deutschen Kernkraftwerke zwei Drittel des Stroms importiert werden.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dem <a href="Bundesumweltministerium" class="mw-redirect" title="Bundesumweltministerium">Bundesumweltministerium</a> zufolge bleibe Deutschland auch nach dem Moratorium Netto-Stromexporteur. Die im September 2011 veröffentlichten Halbjahreszahlen des <a href="BDEW" class="mw-redirect" title="BDEW">BDEW</a> deuten darauf hin, dass diese Einschätzung zutreffend war. Zwar stiegen die Stromimporte von 19,9 TWh um 4,9 TWh auf 24,8 TWh (ein Plus von 24,4 %), während die Exporte von 30,9 TWh auf 29 TWh fielen.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichwohl blieb Deutschland mit einem Austauschsaldo von ca. 4 TWh netto Stromexporteur. Durch einen technischen Fehler bei der Datenverarbeitung wurden von BDEW zunächst jedoch falsche Zahlen publiziert, die von zahlreichen Medien aufgegriffen wurden.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Zahlen erweckten den Anschein, dass die Stromimporte stark gestiegen seien. Dies wurde jedoch mit einer weiteren Pressemitteilung richtiggestellt.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch im Gesamtjahr 2011 blieb Deutschland mit einem Saldo von 6 TWh weiterhin Stromexporteur; auch im 2. Halbjahr, in dem die acht durch das Moratorium abgeschalteten Kernkraftwerke nicht mehr zur Stromversorgung beitrugen, wurde ein Exportüberschuss verzeichnet.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch während der <a href="K%C3%A4ltewelle_in_Europa_2012" title="Kältewelle in Europa 2012">Kältewelle in Europa 2012</a> blieb das Stromnetz in Deutschland nach Aussagen der Stromnetzbetreiber stabil. Es konnte während der morgendlichen <a href="Spitzenlast" title="Spitzenlast">Spitzenlast</a> sogar ein Exportüberschuss von ca. 4 bis 5 GW erzielt werden, wobei der Strom vor allem nach Frankreich exportiert wurde, das aufgrund vieler Stromheizungen einen besonders hohen Importbedarf hatte.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die für den <a href="Bundesverband_der_Deutschen_Industrie" title="Bundesverband der Deutschen Industrie">BDI</a> erstellte Studie <i>Energieökonomische Analyse eines Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland bis zum Jahr 2017</i>,<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in der die Strompreisentwicklung bis zum Jahr 2020 untersucht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass die Strompreise für Haushaltskunden bei Beibehaltung des Energiekonzeptes der Bundesregierung inklusive der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke von 23,4 ct/kWh im Jahr 2010 auf 26,7 ct/kWh im Jahr 2020 ansteigen würden. Dies hätte einem Anstieg von 14 % entsprochen. In einem Alternativszenario, das auf dem von <a href="B%C3%BCndnis_90/Die_Gr%C3%BCnen" title="Bündnis 90/Die Grünen">Bündnis 90/Die Grünen</a> vorgeschlagenen Atomausstieg bis 2017 basiert, ergaben sich 27,6 ct/kWh, 0,9ct/kWh mehr als bei dem Referenzszenario mit Laufzeitverlängerung aller Kernkraftwerke. Hier hätte der Anstieg 18 % verglichen mit dem Stand von 2010 betragen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3500 kWh pro Jahr hätte dies einen Anstieg der monatlichen Stromkosten um 2,63 Euro bedeutet.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erwartete_Kohlenstoffdioxid-Emissionen">Erwartete Kohlenstoffdioxid-Emissionen</h3></div>
<p>Britische Marktberater der Kohle-Industrie prognostizierten im April 2011, dass die verlorenen Strommengen der abgestellten sieben Atomkraftwerke nur durch verstärkte Nutzung von <a href="Kohlekraftwerk" title="Kohlekraftwerk">Kohlekraftwerken</a> aufzufangen seien. Dies könne Deutschlands jährlichen <a href="CO2" class="mw-redirect" title="CO2">CO<sub>2</sub></a>-Ausstoß um bis zu 10 % (45 bis 60 Millionen Tonnen) erhöhen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedoch führt dies laut einer für den <a href="Bundesverband_der_Deutschen_Industrie" title="Bundesverband der Deutschen Industrie">BDI</a> erstellten Studie nicht zu einem Anstieg der europaweiten Kohlenstoffdioxidemissionen, da diese durch den <a href="EU-Emissionshandel" title="EU-Emissionshandel">EU-Emissionshandel</a> gedeckelt sind und somit von anderen am Emissionsrechtehandel teilnehmenden Unternehmen eingespart werden müssen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Allerdings würden <a href="Ceteris_paribus" title="Ceteris paribus">ceteris paribus</a> durch die daraus resultierende Verknappung die Preise für die Emissionsrechte steigen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Initiativen">Initiativen</h3></div>
<p>Am 30. März 2011 schrieb <a href="Eicke_R._Weber" class="mw-redirect" title="Eicke R. Weber">Eicke R. Weber</a>, Leiter des <a href="Fraunhofer-Gesellschaft" title="Fraunhofer-Gesellschaft">Fraunhofer-Instituts</a> für Solare Energiesysteme, einen <a href="Offener_Brief" title="Offener Brief">offenen Brief</a> an die Bundeskanzlerin, den über 300 Wissenschaftler unterzeichneten.
</p><p>Es könne auch künftig keine sicheren Kernkraftwerke geben, da ein <a href="Restrisiko" title="Restrisiko">Restrisiko</a> wegen seiner Unvorhersagbarkeit prinzipiell auch durch bessere Technik nicht auszuschließen sei. Eine <a href="Energiewende" title="Energiewende">Energiewende</a> sei bis 2020 machbar. Die Atomkraft sei als <a href="Br%C3%BCckentechnologie" title="Brückentechnologie">Brückentechnologie</a> eher ungeeignet, da sie den Ausbau erneuerbarer Energien behindere. Gasgefeuerte <a href="Kraft-W%C3%A4rme-Kopplung" title="Kraft-Wärme-Kopplung">Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen</a>, Speicher und Netzausbau dagegen könnten diese Brücke bilden. Wäre Atomkraft denselben Rahmenbedingungen unterworfen wie andere Energieformen und müssten ihre Risiken versichert werden, dann wäre sie die teuerste Energie. Dagegen könnten erneuerbare Energien bis 2050 Einspareffekte von bis 750 Mrd. Euro bewirken. Auch die Förderung von <a href="Kernfusion" title="Kernfusion">Kernfusion</a> sei unwirtschaftlich und fragwürdig. Die Mittel dafür sollten „vollständig für die Erforschung der erneuerbaren Energien und für Energieeffizienztechnologien umgewidmet werden“.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Im Angesicht der Ereignisse in Japan sollten die deutschen Laufzeitverlängerungen dauerhaft zurück genommen und durch ein beschleunigtes Ausstiegsszenario ersetzt werden, mit einem forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Am 3. April 2011 erklärte <a href="Nikolaus_Schneider" title="Nikolaus Schneider">Nikolaus Schneider</a>, der Ratsvorsitzende der <a href="EKD" class="mw-redirect" title="EKD">EKD</a>, er erwäge einen Aufruf an alle Christen in Deutschland, auf <a href="%C3%96kostrom" title="Ökostrom">Ökostrom</a> umzusteigen. Damit könne man die eigene atomkritische Haltung glaubwürdig vertreten. Da Menschen „Mängelwesen“ seien, bräuchten sie „eine Technologie, die Fehler verzeiht. Die Kernenergie verzeiht aber keine Fehler.“ Darum seien ein möglichst schneller <a href="Atomausstieg" title="Atomausstieg">Atomausstieg</a> und eine Lösung für die <a href="Endlagerung" title="Endlagerung">Endlagerung</a> <a href="Radioaktiver_Abfall" title="Radioaktiver Abfall">radioaktiver Abfälle</a> notwendig, damit dieser nicht exportiert werde.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ergebnis:_Aufhebung_der_Laufzeitverlängerung"><span id="Ergebnis:_Aufhebung_der_Laufzeitverl.C3.A4ngerung"></span>Ergebnis: Aufhebung der Laufzeitverlängerung</h2></div>
<p>Am 15. April 2011 lud die Bundeskanzlerin die Ministerpräsidenten aller Bundesländer nach Berlin ein. Nach dem Treffen gab sie bekannt, das <a href="Bundeskabinett" class="mw-redirect" title="Bundeskabinett">Bundeskabinett</a> werde am 6. Juni 2011 die erforderlichen Gesetzentwürfe für den <a href="Atomausstieg" title="Atomausstieg">Atomausstieg</a> billigen. Es sei „Eile geboten“.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Nacht zum 30. Mai 2011 beschloss die Bundesregierung, die endgültige Stilllegung der vom Moratorium betroffenen acht Reaktoren durch einen Gesetzesentwurf zu erreichen. Hierbei handelte es sich um <a href="Kernkraftwerk_Unterweser" title="Kernkraftwerk Unterweser">Unterweser</a>, <a href="Kernkraftwerk_Brunsb%C3%BCttel" title="Kernkraftwerk Brunsbüttel">Brunsbüttel</a>, <a href="Kernkraftwerk_Kr%C3%BCmmel" title="Kernkraftwerk Krümmel">Krümmel</a>, <a href="Kernkraftwerk_Biblis" title="Kernkraftwerk Biblis">Biblis A und B</a>, <a href="Kernkraftwerk_Philippsburg" title="Kernkraftwerk Philippsburg">Philippsburg 1</a>, <a href="Kernkraftwerk_Isar" title="Kernkraftwerk Isar">Isar 1</a> sowie <a href="Kernkraftwerk_Neckarwestheim" title="Kernkraftwerk Neckarwestheim">Neckarwestheim 1</a>. Sie wurden demzufolge nach Ablauf des Moratoriums nicht wieder hochgefahren.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ursprünglich war geplant einen Kraftwerksblock, der von der <a href="Bundesnetzagentur" title="Bundesnetzagentur">Bundesnetzagentur</a> zu bestimmen sein sollte, bis 2013 in <a href="Kaltreserve" title="Kaltreserve">Kaltreserve</a> zu halten, um bei theoretisch denkbaren Kapazitätsengpässen im Winter, wie sie von den Stromnetzbetreibern als möglich eingestuft wurden, wieder in Betrieb genommen werden zu können.<sup id="cite_ref-faz-32436202230391923_62-0" class="reference"><a href="#cite_note-faz-32436202230391923-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Darauf verzichtete die Bundesnetzagentur jedoch, da eine gesicherte Stromversorgung auch ohne diese Maßnahme möglich sei.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Obwohl der Deutsche Bundestag die Novelle des Atomgesetzes erst am 30. Juni beschloss, hatten die Kraftwerksbetreiber bereits zuvor zugesichert, ihre Kernkraftwerke nach Ablauf des Moratoriums nicht wieder hochzufahren.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_der_Kernreaktoren_in_Deutschland" title="Liste der Kernreaktoren in Deutschland">Liste der Kernreaktoren in Deutschland</a></li>
<li><a href="Kernenergie_nach_L%C3%A4ndern" title="Kernenergie nach Ländern">Kernenergie nach Ländern</a></li>
<li><a href="Liste_der_Kernkraftwerke" title="Liste der Kernkraftwerke">Liste der Kernkraftwerke</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Wolfgang Ewer/Alexander Behnsen: <i>Das „Atom-Moratorium“ der Bundesregierung und das geltende Atomrecht</i>, <a href="NJW" class="mw-redirect" title="NJW">NJW</a> 17/2011, S. 1182.</li>
<li>Thomas Russell: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20130412053211/http://www.zvr-online.com/gesamtuebersicht/2013/maerz-20132/thomas-russell-das-atom-moratorium-dulden-und-liquidieren/">Das Atom-Moratorium – Dulden und Liquidieren?</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 12. April 2013 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>) ZVR-Online Dok. Nr. 29/2013</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111116093024/http://www.bundesregierung.de/nn_1496/Content/DE/Artikel/2011/06/2011-06-06-energiewende-text-breg.html">Weg zur Energie der Zukunft</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. November 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20111116093038/http://www.bundesregierung.de/nn_1496/Content/DE/Artikel/2011/06/2011-06-06-energiewende-kabinett-weitere-informationen.html">Energiewende – die einzelnen Maßnahmen im Überblick</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 16. November 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Informationen <a href="Bundesregierung_(Deutschland)" title="Bundesregierung (Deutschland)">Bundesregierung</a> Anfang Juni 2011
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.rskonline.de/downloads/rsk_sn_sicherheitsueberpruefung_20110516_hp.pdf">Anlagenspezifische Sicherheitsüberprüfung (RSK-SÜ) deutscher Kernkraftwerke unter Berücksichtigung der Ereignisse in Fukushima-I (Japan)</a> (PDF; 361 kB) <a href="Reaktor-Sicherheitskommission" title="Reaktor-Sicherheitskommission">RSK</a>-Stellungnahme vom 11. bis 14. Mai 2011</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110904232225/http://www.bundesregierung.de/Content/DE/__Anlagen/2011/06/2011-06-06-energiekonzept-eckpunkte,property=publicationFile.pdf">Eckpunkte „Der Weg in die Energie der Zukunft“.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. September 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>; PDF; 41 kB)</li></ul></li>
<li>Christel Blanke: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.deutschlandfunk.de/das-politische-ringen-um-den-atomausstieg-100.html"><i>Das politische Ringen um den Atomausstieg – Hintergrund der Kehrtwende der schwarz-gelben Koalition</i>.</a> <a href="Deutschlandfunk" title="Deutschlandfunk">Deutschlandfunk</a> – „<a href="Hintergrund_(Rundfunksendung)" class="mw-redirect" title="Hintergrund (Rundfunksendung)">Hintergrund</a>“, 5. Juni 2011</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://archive.today/20130211132247/http://www.moratorium2011.de/">Das Moratorium 2011 – Energiewende für Deutschland</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Februar 2013 im Webarchiv <i><a href="Archive.today" title="Archive.today">archive.today</a></i>), in Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovationsmanagement e. V.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chronologie-der-lange-streit-um-die-atompolitik-1606848.html">Der lange Streit um die Atompolitik</a>, eine Chronologie auf <a href="FAZ.NET" class="mw-redirect" title="FAZ.NET">FAZ.NET</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
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</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Sebastian Fischer, Philipp Wittrock: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,751078,00.html"><i>Schwarz-gelbe Atomwende: Die neue Anti-AKW-Bewegung</i>.</a> <a href="Spiegel_Online" class="mw-redirect" title="Spiegel Online">Spiegel Online</a>, 15. März 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110317233127/http://www.bundesregierung.de/nn_670562/Content/DE/AudioVideo/2011/Video/2011-03-15-Streaming-Laufzeiten-Atomkraftwerke/2011-03-15-streaming-laufzeiten-atomkraftwerke.html"><i>Statements von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten Seehofer, Carstensen, Mappus, Bouffier, McAllister und den Bundesministern Brüderle und Röttgen nach dem Gespräch zur Kernenergie in Deutschland</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 17. März 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), bundesregierung.de</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110319060816/http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2011/03/2011-03-15-bund-laender-kkw-pruefungen.html"><i>Kernkraftwerke kommen auf den Prüfstand</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. März 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) bundesregierung.de, 15. März 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">zum Beispiel <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/UPDATE-Aeltere-AKW-waehrend-Moratoriums-laut-Merkel-abgeschaltet-1067196">finanzen.net</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.badische-zeitung.de/halters-sprachkritik/das-letzte-wort-ergebnisoffene-pruefungen--42824682.html">badische-zeitung.de</a></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fr.de/politik/ex-verfassungsrichter-haelt-moratorium-illegal-11401812.html"><i>Ex-Verfassungsrichter hält Moratorium für illegal</i></a>, Frankfurter Rundschau, 30. März 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sueddeutsche.de/politik/bundestagspraesident-vs-bundeskanzlerin-lammert-zweifelt-an-rechtmaessigkeit-des-atom-moratoriums-1.1072637"><i>Lammert zweifelt an Rechtmäßigkeit.</i></a> 27. April 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. November 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Lammert+zweifelt+an+Rechtm%C3%A4%C3%9Figkeit&rft.description=Lammert+zweifelt+an+Rechtm%C3%A4%C3%9Figkeit&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fpolitik%2Fbundestagspraesident-vs-bundeskanzlerin-lammert-zweifelt-an-rechtmaessigkeit-des-atom-moratoriums-1.1072637&rft.date=2011-04-27&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110412124647/http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/rechtsexperte-schellenberg-attackiert-merkel/3963040.html"><i>Rechtsexperte Schellenberg attackiert Merkel</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 12. April 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Handelsblatt, 18. März 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-taz-9"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-taz_9-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz_9-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">
<span class="cite">Klaus-Peter Klingelschmitt: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/ein-kampf-um-biblis-1/"><i>Ein Kampf um Biblis.</i></a> In: <i><a href="Die_Tageszeitung" title="Die Tageszeitung">Die Tageszeitung</a>.</i> 1. April 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1. Dezember 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Ein+Kampf+um+Biblis&rft.description=Ein+Kampf+um+Biblis&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.taz.de%2F1%2Fzukunft%2Fumwelt%2Fartikel%2F1%2Fein-kampf-um-biblis-1%2F&rft.creator=Klaus-Peter+Klingelschmitt&rft.date=2011-04-01"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><i>Hintergrund: Wackeliges Atom-Moratorium.</i> In: <i>zeit.de.</i> 17. März 2011, ehemals im <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fnews-032011%2F17%2Fiptc-bdt-20110316-445-29299928xml">Original</a></span> (nicht mehr online verfügbar)<span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 3. November 2024</span>.<span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://deadurl.invalid/http://www.zeit.de/news-032011/17/iptc-bdt-20110316-445-29299928xml">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.zeit.de/news-032011/17/iptc-bdt-20110316-445-29299928xml">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Toter Link/www.zeit.de</span> <small>(Seite nicht mehr abrufbar. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://timetravel.mementoweb.org/list/2010/http://www.zeit.de/news-032011/17/iptc-bdt-20110316-445-29299928xml">Suche in Webarchiven</a>)</small></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Hintergrund%3A+Wackeliges+Atom-Moratorium&rft.description=Hintergrund%3A+Wackeliges+Atom-Moratorium&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fnews-032011%2F17%2Fiptc-bdt-20110316-445-29299928xml&rft.date=2011-03-17&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-zeit-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-zeit_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text">dpa, AFP, Reuters: <cite style="font-style:italic">AKW-Experten machen sich auf die Suche nach dem Risiko</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Die Zeit</cite>. 31. März 2011, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220044-2070%22&key=cql">0044-2070</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-03/roettgen-reaktorsicherheitskommission-moratorium">zeit.de</a> [abgerufen am 10. November 2024]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Atom-Moratorium&rft.atitle=AKW-Experten+machen+sich+auf+die+Suche+nach+dem+Risiko&rft.au=dpa%2C+AFP%2C+Reuters&rft.date=2011-03-31&rft.genre=journal&rft.issn=0044-2070&rft.jtitle=Die+Zeit&rft.place=Hamburg" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">n-tv NACHRICHTEN: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.n-tv.de/politik/Altmeiler-stehen-vor-dem-Aus-article2984246.html"><i>Altmeiler stehen vor dem Aus.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 10. November 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Altmeiler+stehen+vor+dem+Aus&rft.description=Altmeiler+stehen+vor+dem+Aus&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.n-tv.de%2Fpolitik%2FAltmeiler-stehen-vor-dem-Aus-article2984246.html&rft.creator=n-tv+NACHRICHTEN&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.grs.de/de/aktuelles/10-jahre-fukushima-teil-5-lessons-learned"><i>10 Jahre Fukushima Teil 5: Lessons Learned.</i></a> Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, 4. März 2021,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 4. November 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=10+Jahre+Fukushima+Teil+5%3A+Lessons+Learned&rft.description=10+Jahre+Fukushima+Teil+5%3A+Lessons+Learned&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.grs.de%2Fde%2Faktuelles%2F10-jahre-fukushima-teil-5-lessons-learned&rft.publisher=Gesellschaft+f%C3%BCr+Anlagen-+und+Reaktorsicherheit&rft.date=2021-03-04"> </span></span>
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<li id="cite_note-faz-32436202230391923-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-faz-32436202230391923_62-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/politik/einigung-im-kanzleramt-atomausstieg-bis-2022-1649529.html"><i>Einigung im Kanzleramt – Atomausstieg steht fest.</i></a> In: <i><a href="Frankfurter_Allgemeine_Zeitung#FAZ.NET" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ.net</a>.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 31. Mai 2019</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Einigung+im+Kanzleramt+%E2%80%93+Atomausstieg+steht+fest&rft.description=Einigung+im+Kanzleramt+%E2%80%93+Atomausstieg+steht+fest&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.faz.net%2Faktuell%2Fpolitik%2Feinigung-im-kanzleramt-atomausstieg-bis-2022-1649529.html"> </span></span>
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<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.stern.de/wirtschaft/news/diskussion-um-kaltreserve-stillgelegte-akw-haben-endgueltig-ausgedient-3918494.html"><i>Stillgelegte AKW haben endgültig ausgedient.</i></a> 31. August 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 10. November 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AAtom-Moratorium&rft.title=Stillgelegte+AKW+haben+endg%C3%BCltig+ausgedient&rft.description=Stillgelegte+AKW+haben+endg%C3%BCltig+ausgedient&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.stern.de%2Fwirtschaft%2Fnews%2Fdiskussion-um-kaltreserve-stillgelegte-akw-haben-endgueltig-ausgedient-3918494.html&rft.date=2011-08-31&rft.language=de"> </span></span>
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<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110619040133/http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE75G0A020110617"><i>Atomkonzerne schalten Alt-Meiler endgültig ab</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 19. Juni 2011 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <a href="Reuters" title="Reuters">Reuters</a>, 17. Juni 2011.</span>
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